Die ESU Story

1996 - 1998

Die ESU electronic solutions ulm wurde 1996 gegründet. Anfangs beschäftigten Sie sich mit Modulen für Schiffs- und Automodelle. Im Verlauf der ersten Jahre entstanden digitale Geräuschmodule (bekannt als „TopSound“), Hochleistungsfahrtregler für große Schiffsmodelle (z.B. „mcHydro 55“) oder Erweiterungsmodule für RC-Fernsteuerungen. Alle diese Produkte wurden und werden über namhafte OEM-Kunden verkauft; der Name „ESU“ tritt hier nicht in Erscheinung. Bereits das erste ESU-Produkt war ein digitales Geräuschmodul mit vom Original aufgezeichneten Geräuschen. Im Vergleich mit den synthetisch erzeugten Geräuschen war es ein Quantensprung: Die Modellbauer liebten die realistische Geräuschkulisse ihrer Boote und Autos! Im Jahre 1997 fasste die ESU daher den Beschluss, die gewonnenen Erfahrungen auf die Modellbahn zu übertragen. Da begann die Entwicklung des LokSound Decoders. Schon frühzeitig zeigte sich, dass nur die Kombination von Fahrtregler (Decoder) und Geräuschmodul die gewünschten Eigenschaften zeigen würde. Die geplante Speichertechnik ermöglichte es zudem, jederzeit Geräusche zu löschen und durch andere ersetzen zu können. Mit Hilfe des Computers konnte man sogar selbst seine Sounds zusammenstellen. Diese Technik macht den LokSound bis heute weltweit einzigartig.

1999

Auf der Spielwarenmesse 1999 ist es dann endlich so weit: ESU präsentiert den LokSound Decoder erstmals dem Fachpublikum. Der LokSound Decoder überzeugte durch seinen Multiprotokollbetrieb und bot eine bisher nicht erreichte Klangqualität: Endlich war der Sound auch aus H0-Fahrzeugen heraus nicht nur hörbar, sondern klang wie das Original. Die Presse war begeistert. Die Zeitschrift „Bahn Profil“ kürt den LokSound Decoder zum Modell des Jahres in der Kategorie Technisches Zubehör. Es folgten viele Händler und Kunden, die den LokSound Decoder begeistert aufnahmen. Zeitgleich wurde am Aufbau des Vertriebsnetzes gearbeitet und die ersten Modellbahnhersteller begannen sich für unsere Produkte zu interessieren.

2000

ESU stellt den LokSound XL auf der Spielwarenmesse vor, den ersten LokSound Decoder für die große Spur. Dieser ergänzte die LokSound Technologie um Analogfahreigenschaften und eine leistungsfähige Audioendstufe für Gartenbahnbetrieb. Der Modellbahnverband in Deutschland e.V. kürt den LokSound Decoder zum Modell des Jahres in der Rubrik Digital. Der erste Modellbahnhersteller stattet eine Lok mit ESU-Decoder aus: Mehano liefert den „Blue Tiger“ mit LokSound aus. Dieser Erfolg spornte uns zusätzlich an, die Entwicklung im Schnellzugtempo voran zu treiben...

2001

Das Ergebnis konnten wir wiederum im Februar in der Spielzeugstadt Nürnberg vorstellen: Der LokPilot war der erste ESU Digitaldecoder. Seine hervorragende Lastregelung, gepaart mit Multiprotokolleigenschaften, einer einfachen Programmierung und nahezu unzerstörbaren Ausgängen überzeugten auf Anhieb. Der LokPilot wird bei vielen Modellbahnherstellern ab Werk verbaut. ROCO erhält für die S3/6 mit LokSound Decoder von den Alba-Lesern den 1. Preis in der Kategorie Funktionsmodelle.

2002

Der LokPilot DCC ergänzt die ESU-Produktpalette um einen Decoder mit US-Lichteffekten und Function mapping. Der LokSound 2 Decoder wird vorgestellt: Er ersetzt den LokSound Classic Decoder und bietet neben einer verbesserten Lastregelung nun auch Analogfahreigenschaften.

2003

ESU stellt in Nürnberg das mobile control vor. Die erste drahtlose Funkfernsteuerung zur Ergänzung gängiger Digitalsysteme. ESU beweist mit dem mobile control, dass drahtloses Fahrvergnügen und intuitive Bedienung eines Digitalsystems machbar sind.

2004

Dieses Jahr beginnt mit einem Paukenschlag: ESU stellt in Nürnberg die dritte LokSound Generation vor. Die völlig neu entwickelte Plattform basiert auf einem 65 Sekunden Soundspeicher mit polyphonem 4-Kanal-Sound und einer erhöhten Samplingfrequenz für bessere Soundwiedergabe. Die superfeine Lastregelung wurde weiter verbessert und mit dem Sound gekoppelt. Dadurch wird ein noch realistischeres Sounderlebnis ermöglicht. Die reduzierte Baugröße ermöglicht selbst den Einbau in Lokmodelle der Spurweiten TT oder N. Der LokSound XL V3.0 bietet diese Eigenschaften auch den Freunden der großen Spuren.

Im Herbst 2004 stellt ESU exklusiv als einziger Drittanbieter zwei Decoder für das neue Märklin® mfx-System vor: Sowohl der LokSound mfx als auch der LokPilot mfx bieten die Vorteile des mfx-Systems, wie beispielsweise selbstständiges Anmelden an der Zentrale, Klartextnamen für Loks und eindeutige Symbole für Funktionstasten und bis zu 16 (!) auslösbare Funktionen.

ESU stellte damit erneut seine Technologieführerschaft unter Beweis und kann damit Decoder sowohl für den weltweiten DCC Standard, als auch für Märklin®-Anlagen anbieten.

2005

Der erfolgreiche LokPilot wird durch den LokPilot V2.0 abgelöst. Der neue LokPilot erweitert die Produkteigenschaften um eine nochmals verbesserte Lastregelung, umfangreiche Lichtfunktionen und einem neuen Function Mapping ohne Einschränkungen. Die Kompatibilität zu Märklin®-Systemen wird erneut erweitert. Der neue LokPilot V2.0 wird in zwei Varianten angeboten: Neben der Multiprotokollvariante LokPilot V2.0 für Motorola und DCC-Betrieb wird es den „reinrassigen“ LokPilot DCC V2.0 geben. Der LokPilot micro basiert ebenfalls auf der neuen LokPilot Plattform und ist der erste ESU-Decoder für den N-Spur-Einsatz. Er beherrscht neben dem DCC-Format auch Selectrix und ist somit die ideale Wahl für alle, die den H0-LokPiloten nicht unterbringen können.

2006

Zur Spielwarenmesse in Nürnberg stellt ESU die ECoS ESU command station vor. Dies war nicht nur die erste Digitalzentrale unter dem Namen ESU, sondern markierte gleichzeitig den Beginn einer neuen Ära für Digitalzentralen. Waren seit 1999 kaum neue Zentralen auf den Markt gekommen, bietet ECoS nicht nur einen großen Bildschirm mit Klartextanzeige, sondern auch eine Touch-Panel Bedienung, gepaart mit präzisen Drehreglern für feinfühliges Fahren der Loks. Schon im August 2006 begann die Auslieferung der ECoS an tausende begeisterte Modellbahner weltweit. Gleichzeitig wurde das ECoS Support Forum online geschaltet. Dieses in der Branche einzigartige Forum erlaubt es ECoS-Besitzern frei miteinander zu diskutieren und Fragen an ESU zu stellen.

Mit dem LokPilot Basic V1.0 wird im gleichen Jahr ein sehr preisgünstiger DCC-Decoder für Einsteiger angekündigt und geliefert.

2007

Nach dem großen Erfolg der ECoS ruhte sich ESU nicht aus, sondern stellt weitere Produktneuheiten für und um die ECoS vor: Neben dem Weichendecoder SwitchPilot ist der externe Booster ECoSBoost ideal für die ECoS geeignet.

Aber auch neue Decoder werden vorgestellt: Während der LokPilot Fx V3.0 der erste reine Funktionsdecoder aus dem Hause ESU ist und eine Lücke im Angebot schließt, bietet der brandneue LokPilot XL V3.0 auch Großspurbahnern einen modernen Decoder. Dieser hat mit dem "PowerPack" den Energiespeicher gleich eingebaut!

2008

Das Highlight im Jahr 2008 ist sicherlich der ECoSControl Radio Funkhandregler für die ECoS Digitalzentrale. Damit lassen sich nicht nur über 100 Loks drahtlos steuern, sondern auch Weichen und Fahrstraßen schalten.

Auch die SwitchPilot Familie wurde um einen weiteren Baustein erweitert: Der SwitchPilot Servo wurde eigens zur Ansteuerung von bis zu vier RC-Servoantrieben entwickelt.

Central Station® - Reloaded

Entsprechend der bisherigen Philosophie, vorhandene Geräte durch neue Funktionen weiter aufzuwerten, stellt ESU das Reloaded-Update 3.0.0. für die Central Station® vor, um die Zukunft der Central Station® zu sichern.
Neuland betritt ESU mit den neuen LED-Innenraumbeleuchtungen. Diese, speziell für Personenwagen der Spurweiten N bis H0 bzw. G und 1 gedachten Beleuchtungssätze überzeugen mit moderner Ausstattung und überragender Qualität.

2009

ESU präsentiert mit besonderer Freude die zweite Generation der ECoS ESU command station Digitalzentrale. Ausgestattet mit schickem Farbdisplay und 4 Datenprotokollen, ist auch die neue ECoS unsere Antwort auf die Frage nach der Weiterentwicklung der Modellbahntechnik und ein Bekenntnis zu offenen Standards und größtmöglicher Flexibilität.

Weiterhin bekommt die Produktpalette Neuzugang mit den zuverlässigen und nützlichen ECoSDetector Rückmeldebausteinen, die Gleisbesetzmeldungen, Positionserkennung der Fahrzeuge und das Bauen von Gleisbildstellpulten ermöglichen.

Zusätzlich stellt ESU mit dem Navigator-System eine smarte, infrarot-basierte Digitalzentrale für kleinere Anlagen vor.

2010

Für den ESU Navigator wird nun ein zusätzliches Empfängermodul zur Erweiterung der Reichweite angeboten und der ECoSDetector Standard ist ab sofort als preiswerter Rückmeldebaustein für die Digitalzentralen erhältlich, um die Palette der Rückmeldebausteine nach unten abzurunden.

Bahnbrechend für das Unternehmen ist in diesem Jahr die Veröffentlichung der ersten H0 Lokomotive aus der hauseigenen ESU Engineering Edition. Die BR215 kommt als erstes H0-Diesellokmodell weltweit mit Rauch auf den Markt.

2011

Die wichtigste Neuheit des Jahres 2011 ist wohl der LokSound V4.0 Decoder, der den erfolgreichen LokSound V3.5 Decoder ablöst. Die komplette Geräuschpalette wird speziell für die 4. Generation der LokSound-Decoder überarbeitet, um die zusätzlichen Möglichkeiten des Decoders voll auszureizen und eindrucksvoll zu vermitteln, dass ESU LokSound die Referenz für guten Sound ist!

Mit mehreren Weltneuheiten im Bereich der H0-Lokomotiven möchte ESU auch in diesem Jahr zeigen, wie das Eisenbahnhobby zukünftig betrieben werden kann. Die BR151 mit Pantographensteuerung kann dank eines Steckschleifers auf Zwei- & Dreileiteranlagen betrieben werden.

Darüber hinaus bezieht ESU Mitte des Jahres das neue Firmengebäude und ist ab sofort ansässig in den neuen Räumlichkeiten in Neu-Ulm.

2012

ESU darf 2012 das 15-jährige Firmenbestehen feiern! Der Begeisterung der Modellbahner für vorbildgetreuen Sound ist es zu verdanken, dass sich ESU über die Jahre zu einem fest in der Branche etablierten Unternehmen entwickeln durfte. Seit ihrer Einführung im Jahr 1999 (!) erreichen unsere erfolgreichen LokSound Decoder heute in der mittlerweile 4. Generation einen Funktionsumfang, an den in den Anfangsjahren niemand zu denken wagte.
Neben einigen Neuheiten im Zubehörbereich stellt ESU im Jubiläums-Jahr den neuen LokSound V4.0 M4 und den LokSound XL V4.0 für Großspurbahner vor. Beide Decoder sprechen als Erste weltweit vier (4!) Sprachen: M4, DCC mit RailComPlus®, Motorola® und auch Selectrix®.
Auch die ESU Engineering Edition bekommt in diesem Jahr Zuwachs mit der H0-Ausführung der „Kosmopolitin“ class 77. Diese modernste Variante der bekannten class 66 ist überall in Europa anzutreffen und beeindruckt in allen Farbvarianten!

Erstmals stellt ESU den Rangierlok-Klassiker V60 der Deutschen Bundesbahn als Herbstneuheit der staunenden Öffentlichkeit vor. Neben einer feinen Ausführung begeistert das H0-Modell natürlich durch typische ESU-Features wie den exquisiten Sound und den Raucherzeuger.

2013

Nachdem die ersten vier Lokomotivbaureihen bei den Modellbahnern, wie in der Fachpresse sehr gut angekommen sind, steht das Fahrzeugprogramm der Engineering Edition auf sicheren Füßen. Mehrere Auszeichnungen bei Leserwahlen von Fachzeitschriften im In- und Ausland belegen die gute Arbeit der Beteiligten. Während die Decoder in den neuen ESU-Loks allesamt den topaktuellen Rückmeldestandard RailComPlus ® unterstützen, zeigt ESU auch ein Herz für ältere Modelle und liefert einfach anzuschließende RailCom®-Sendemodule aus. Ältere Märklin-Schätze lassen sich mit insgesamt sechs Digitalsets technisch auf den neuesten Stand bringen. Da große Loks auch einen beeindruckenden Sound haben sollten, stehen bei den neuen Lautsprechern die großen Spuren im Vordergrund. Nach der Sommerpause geben wir mit der populären DB-Großdiesellok V200 so richtig Gas – pardon: Diesel. Das hervorragend detaillierte Metall-Modell trägt zwei Raucherzeuger, die als Weltneuheit getrennt angesteuert werden. Modellbahner und Fachpresse halten auch die V200 unbedingt für preiswürdig und wählen unseren Wirtschaftswunder-Star in diversen Umfragen auf den ersten Platz.

2014

Hochmoderne Zeiten brechen in der Engineering Edition mit den vierachsigen DB-Dieselloks 245 und 261 an. Erstere verfolgt mit vier Sechszylinder-Dieselmotoren ein neues Antriebskonzept für DB-Streckenloks, die 261 ist eine flinke Mittelführerstands-Diesellok für den schweren Rangierdienst und Übergabezüge bei der DB und diversen Privatbahnen. In eine Marktlücke stößt der als Messwagen konzipierte Einheitshilfsgerätewagen EHG 388. Der auf Digital- und Analoganlagen einsetzbare Vierachser zeigt diverse Fahrwerte auf zwei, zu beiden Seiten gerichteten Displays an. Falls nicht benötigt, kann der mit diversen Beleuchtungseffekten ausgestattete Bahndienstwagen als Blickfang auf der H0-Anlage auf Einsätze warten. Alles unter Kontrolle hat man mit dem Handregler Mobile Control II, der dank Android-Funktionalität und WLAN-Schnittstelle die Mobilfunktechnik und die Belange der Modellbahnsteuerung endlich sinnvoll kombiniert. Der LokPilot Standard ist ein starker H0-Decoder ohne Schnickschnack, der in drei Varianten mit den gängigsten Schnittstellen zur Auslieferung kommt. Die zweite Generation der SwitchPilot- und SwitchPilot-Servo-Schaltdecoder sind nun updatefähig. Durch den eingebauten Digitaldecoder ermöglichen die Innenbeleuchtungssets vielfältige Lichtsteuerung.

2015

Vorhang auf, heißt es für die preußische T16.1 (später BR 94.5-17), die als erste Dampflok ins ESU-Sortiment Einfahrt erhält. Der lastabhängig und radsynchron gesteuerte Raucherzeuger macht das Spiel mit dem H0-Modell zu einem besonderen Erlebnis. Mit der Baureihe E94 stellen wir das vielfach gewünschte Deutsche Krokodil als hochdetailliertes H0-Arbeitstier vor. Premiere an der Spielwarenmesse Nürnberg feiert auch eine neue Produktlinie unter dem ESU-Dach: Pullman steht für hochwertige und dennoch robuste Modelle in großen Spuren. Den Anfang machen der Meterspur-Triebwagen ABe 4/4 der Schweizer Rhätischen Bahn (RhB) sowie ebenfalls eidgenössische zweiachsige Fd-Schüttgutwagen in der Baugröße IIm mit dem Maßstab 1: 22,5. Dazu kommt in der Königsspur I die exakt im Maßstab 1: 32 gefertigte NoHAB-Dieselloks der dänischen Baureihe My sowie deren deutsche Ableger. Die LokSound-V4.0-Famile komplettiert der LokSound L V4.0, der speziell für Spur-0- und kleinere Spur-I-Modelle entwickelt wurde. Im Zuge der Verbesserungen auf dem Markt hochwertiger Akustik-Produkte nehmen wir stetig neue Lautsprecher ins ESU-Produktportfolio auf. In diesem Jahr bringt der nur 11x15 mm große Lautsprecher die sehr gute Soundqualität der LokSound-V4.0-Decoder auch in kleineren Fahrzeugen zur Geltung. Typisch ESU ist dabei das vierteilige Schallkapsel-Set, mit dem sich der Lautsprecher je nach Platzverhältnissen im Triebfahrzeug optimal einbauen lässt.